eine verspielte gesellschaft. 52 internationale mitglieder mit dem ziel „ludics" als eigene disziplin zu verorten. margarete jahrmann und max moswitzer, gründer der ludic society, entwickelten 2007 das real game „tagging the city". als anlehnung an das virtuelle game „second life", wird hier nun im third life gespielt. reale objekte getaggt. subkutane rfid-chips, die sich aber nur die künstler selbst implantiert haben. obwohl es an interesse der anderen spieler nicht gefehlt hätte. doch um missverständnissen entgegenzuwirken - kritisch sollte auf die allgegenwärtigkeit von rfid-chips hingewiesen werden. „sind wir denn alle nur noch objekte?", wirft jahrmann in den raum. doch mittlerweile sind wir mit gadgets, wie iphones, androids, etc. ausgestattet, sodass rfid-chips, egal ob kutan oder subkutan gar nicht mehr notwendig sind. wir lassen uns selbst als avatare in einer realen welt spielen. bedeutet doch "avatara" im sanskrit die verkörperung eines gottes auf erden.
sprudelt. see dreht sich. schnee knistert. kracht. gedanken üben sich. in vernunft, in weisheit. mühelos springen sie über klippen. stürzen in tiefe löcher. schweben in gleisendes licht. strahlen. leuchten. andere welten. dieseits, jenseits. und träume? die kleinen schwestern oder doch die großen brüder? sind sie nicht mächtiger? unlenkbarer, unbeeinflussbarer.
zum 27. mal findet das internationale tanzfestival "impulstanz" statt. tägliche performances, unzählige workshops, projekte, etc. werden den tanzwütigen und kunstinteressierten geboten. wien sprudelt im sommer nur so von kreativität. und einen monat lang ist es der tanz, dem die aufmerksamkeit geschenkt wird.
...befinden sich im arbeitszimmer swetlana geiers, in einem kleinen häuschen nahe bei freiburg. die aus kiew stammende übersetzerin russischer literatur ins deutsche, urgrossmutter einer schar russisch und deutsch sprechender nachkommen, widmet sich seit jahrzehnten russischer literatur und deren wiedergabe in deutscher sprache. seit 1992 konzentriert sie sich auf fjodor dostojewksij. dass ein film über ihre eigene person gedreht werden soll, versteht die alte dame nicht. was sei denn an ihr so besonders? ihr charakter spiegelt ihre aussage, eine gute übersetzung erkenne man, indem man sie nicht bemerke. zwei diktaturen prägten ihr leben. ihr vater, den das junge mädchen bis zum tod pflegte, erholte sich nie vom grauen der stalinistischen gefangenschaft. ihre beste freundin und nachbarin später von hitlers soldaten in kiew erschossen. 30.000 juden wurden hingerichtet, tagelang die schüsse vom stadtrand zu hören. flucht nach deutschland. und swetlana geier macht die erfahrung, dass sich in totalen systemen auch „menschen" finden. sie sehe den menschen, nicht die uniform. ein stipendium an der humboldt universität, als russin in deutschland, und fremdenpässe für sie und ihre mutter werden erstellt. der verantwortliche wird daraufhin an die ostfront geschickt und dessen ministerium politisch gesäubert.
sind sie also alle wieder heil heimgekehrt aus dem mailändischen designspektakel. und diesmal erwies sich, dank aschewolke über dem designjetset europas, der verkehr rund und in mailand zur messezeit noch aufregender.
die 17. nordische filmwoche im kino der wiener urania. neben den skandinavischen nehmen dieses jahr nun auch die baltischen länder am filmfestival teil. gezeigt werden originalfassungen bewegter bilder aus norwegen, finnland, schweden, dänemark, island, estland, lettland und litauen ergänzt mit deutschen oder englischen untertitel. die woche ist schon im gange, zu sehen sind ausgezeichnete filme, preisträger sozusagen, sowie noch unbekannte independent-produktionen. unter anderem spielen "so finster die nacht", regie tomas alfredson; "das jüngste gewitter", regie roy andersson; "max manus", regie joachim rønning; "tage des zorns", regie ole christian madsen.
zwei beziehungsweise drei vorstellungen an einem tage. einblicke in das alltagsleben, historische auseinandersetzungen, zarte liebesgeschichten, vampirdasein im sozialbau,... das festival zeigt wie facettenreich das kino des nordens sein kann.
"österreichische fotografie heute", weg von bekannten namen, wienerischen kapazundern, hin zur fotografie der jungen kunst. einflüsse aus performance, installationen, pornographie, dazwischen ein wenig vermeer und ablichtungen ungarischer garagen in trostlosen gegenden. ein bisschen wild, ein bisschen verwegen und von allem ein wenig. das steckenpferd erwin wurm auch noch mal schnell dazugehängt. aber passt.
schöne möbel zu günstigen preisen. 1943 im schwedischen småland führte der damals 17-jährige ingvar kamprad, die initialen i und k, sowie jene der namen des väterlichen bauernhofes und seines heimatortes - elmtarys und agunnaryd - zusammen und kreierte daraus den heutigen globalen markennamen "ikea". er gründete und taufte den nun multinationalen konzern, dessen bedeutung für die einrichtung des zuhauses von millionen von menschen, eine eigene sonderausstellung gewidmet wird:
die legendären schwarzen kleinen unauffälligen notizbücher. seit beinahe zwei jahrhunderten von künstlern, schriftstellern, denkern, visionären verwendet. van gough, picasso, hemingway, matisse um nur einige zu nennen. chatwin hat seine notizbücher, die "moleskine", in dem roman "the songlines" erwähnt. ob es sich dabei einfach um schwarze heftchen, welche mit dem robusten, wasserabweisendem stoff moleskin überzogen sind, gehandelt hat oder um die vereehrten büchlein der kunst- und literaturszene, sei dahingestellt. liebe nährt sich durch romantische geschichten.
lautet die message von quiksilver und roxy an ihre weltweite boarder-community. die brands nutzen den international etablierten namen, um auf ihre „green campaign" aufmerksam zu machen. die kampagne startete im märz 2010 print und online. bereits seit 10 jahren ist die quiksilver group, mit ihrem slogan „don't destroy what you came to enjoy", durch events, initiativen, kooperationen,... im bereich umweltschutz äußerst aktiv.
die europaweit durchgeführte kampagne widmet sich nun gezielt den schwindenden wasserreserven unseres planeten.
...sind zu sehen in „just white paint", der derzeitigen ausstellung des österreichischen künstlers christian stock in der leopoldstadt. zweiter bezirk in wien, im ausstellungsraum „song song" in der praterstrasse.
700 millionen menschen in europa, 50 sprachen - 1 global player. europa als zentrum innovativen und kreativen potenzials stärken und vernetzen, dieser ansatz steht im fokus des kommenden incredible europe summit vom 9. - 11. juni 2010 in wien. die veranstaltung findet bereits zum zweiten mal in der donaumetropole statt und konnte schon im vorjahr teilnehmer aus 23 ländern der welt begrüßen und für ein erfolgreiches feedback sorgen. „think europe 2049 - act now" lautet das diesjährige motto der ambitionierten veranstalter rund um incredible-initiatorin selma prodanovic. prodanovic und ihre agentur brainswork haben es sich zur aufgabe gemacht, innovative künstlerinnen, wissenschafter, lehrende und forscher mit unternehmerinnen und geschäftsleuten zu verbinden und in einen schöpferischen austausch zu führen.
mitten in australien. nun gut, vielleicht nicht in inmitten australiens. eher an der küste. der ostküste. der dichter besiedelten. aber dennoch inland. das meer nicht weit entfernt. dort erstmals zur ruhe gekommen. sich vom klang des ozeans berauschen lassen. beruhigen. die seele nachkommen lassen. zu schnell. zu viel. dennoch glücklich. glücklich, den schritt gewagt zu haben. zunächst einen monat auszeit. quer durch kambodscha. begonnen mit einem flug nach bangkok. von dort aus weiter. im bus, am boot, am pickup. backpack und plastiksandalen. elefanteninsel und taifun. von bangkok nach battambang. könnten kaum unterschiedlicher sein. megacity versus dschungeltown. kambodscha ist mein land, dort werde ich ruhig. dort zieht es mich immer wieder hin.
dort beschlossen, weiterzureisen. die situation des alltäglichen lebens zu verändern. spontan. oder eigentlich schon seit monaten, vielleicht jahren innerlich gespürt, den wunsch wachsen lassen.
... damit macht das wiener gartenbaukino auf sich aufmerksam: trotz gigantischer super-mega-plexes füllt sich das charmante premierenkino der 1960er-jahre dicht mit publikum. besondere nächte, wie
„fables & fairy tales," nur ein themenschwerpunkt beim animationsfilm-festival tricky women
in den anfänglich eisigen märztagen in wien. bei den ausschließlich von
frauen kreierten trickfilm-stories wird das publikum verzaubert,
übersättigt von üblicherweise monströsen special effects der breiten
masse, erhellt sich die miene des besuchers, huscht lächeln über die
gesichter bei den originellen geschichten: beispielsweise über laika,
die tierische erste kosmonautin, tagesfliegen, die die welt um sich
entdecken, märchenhäuser und ziegendamen ... zum siebenten mal
präsentierte sich das internationale animationsfilm festival, welches
im wiener topkino vom 4. bis 8. märz über die bühne gelaufen ist: fünf
tage, 181 animierte filme, vorträge, workshops, diskussionen und
parties ...