die richtige richtung! (testfahrt)
ich würde mich nicht wirklich als einen blendenden autofahrer bezeichnen und als autoexperten schon gar nicht! als ich einen richtigen autotest machen sollte, war ich deshalb ein bisschen stutzig. ich sollte den neuen
smart fortwo cdi testen, den „co2-champion". also bin ich nach stuttgart aufgebrochen, wo ich von einem navigator vom daimler chrysler hauptsitz zuerst über die autobahn und das land zum fernsehturm dirigiert wurde und nach einer kleinen stärkung mit größeren navigationsschwierigkeiten und sicherlich 5 waghalsigen wendemanövern, angeordnet von einer sehr netten frauenstimme, in der parkgarage stattmitte angelangt bin.
als fazit kann ich nur sagen, dass sich der wagen mit vollautomatik wirklich hervorragend fahren lässt und auch bei 135 km/h auf der autobahn - schneller ging es leider nicht -immer noch sehr stabil war. einige der erfahrenen tester haben sich darüber beschwert, dass anscheinend das sogenannte „smart-nicken" durch das automatikgetriebe und die kürzeren schaltzeiten zwar besser aber immer noch zu stark sei. ich fand es nicht so schlimm. wofür dieser wagen aber eigentlich steht ist die umweltfreundlichkeit. mit einer tankfüllung könnte man mit dem diesel-model von berlin nach paris fahren - dies entspricht einem verbrauch von 3,3 l/100 km. wirklich sparsam! doch das ist noch nicht das wichtigste: die common-rail einspritzung, der effiziente verbrennungsprozess, der oxidationskatalysator und ein offener dieselpartikelfilter und noch einige dieser mir nichts sagenden fachausdrücke sorgen für eine minimale co2 emission von nur 88g/km. und das ist für mich das ausschlaggebende. endlich ein auto, das sowohl wenig diesel verbraucht und mir hilft, die umwelt zu schützen. „kein anderes serienauto bietet zurzeit weniger verbrauch und weniger co2-ausstoß", erklärt anders jensen, marketingchef von smart. das offene filtersystem zählt nicht gerade zu den aktuellen high-tech-standards, aber es soll in der kommenden generation durch ein geschlossenes ersetzt werden, und somit nicht nur wie jetzt 40 % aller partikel aus den abgasen entfernen, sondern fast alle. und dann können wir endlich von berlin nach paris fahren um einen cafè au lait zu trinken, ohne schlechtes gewissen, dass wir damit das ozonloch vergrößern, die klimaerwärmung vorantreiben, die feinstaubwerte erhöhen oder ganz primitiv die luft verpesten. nein, wir fahren sorglos, genießen die natur und in der großstadt angekommen, finden wir mit dem kleinen smart auch sofort einen parkplatz. unsere ganzen sorgen über die umwelt scheint der smart zu lösen oder zumindest ist er ein erster schritt oder besser gesagt eine erste fahrt in die richtige richtung!
patrick taschler www.smart.com