sind sie also alle wieder heil heimgekehrt aus dem mailändischen designspektakel. und diesmal erwies sich, dank aschewolke über dem designjetset europas, der verkehr rund und in mailand zur messezeit noch aufregender.
vitra. für alle die es nicht zum
salone del mobile 2010 geschafft haben, hier ein kurzer rückblick: die messe ein erfolg.
antonio citterio, dessen arbeiten seit 20 jahren bei vitra vertreten sind, wird nun auch in die home collection aufgenommen. ein sofa namens "
suita", dessen namenskomposition
sui (schweiz) plus
ita (italien) sich bereits an das stilvolle ergebnis, typischer designeigenschaften beider länder, anlehnt. italienische eleganz und leichtigkeit trifft auf schweizerische qualität. doch "suita" bedeutet auch "ensemble" im rätoromanisch sprechenden teil graubündens. ein schöner fleck der schweiz und antonio citterio scheint sich dort auch wohl zu fühlen. citterios sofawelt - vom modell mit zustellbarer, gepolsteter "plattform" bis zum klassischen daybed (die tradition, die vitra seit george nelson fortsetzt), vom home- bis zum office-bereich der kollektion, stehen dem interieurliebhaber zur auswahl.
der "
lounge chair" von
charles und
ray eames. ein klassiker, seit 54 jahren unverändert von vitra produziert. doch so die zeiten sich ändern, auch die menschen. und letztere sind heutzutage nun mal durchschnittlich zehn zentimeter größer als in der zeit der entstehung des stuhls. nun wurde der clubstuhl angepasst, in der länge, nicht in der breite versteht sich. alles in abstimmung mit dem enkel im eames office.
"
flower", die organisch geformte sitzbank vom japanischen architektenduo
sanaa. 2001 zum ersten mal vorgestellt und seit diesem jahr bei vitra im programm. wird in der eher in der dekorativen ecke, als im wohnzimmer aufblühen.
und nun zum sessel, der keiner ist. selten hat so ein kleines nicht-möbel soviel aufmerksamkeit erfahren. ein band, geschlossen (man stelle sich einen großen gurt vor), knie und rücken umringend, während man sich im schneidersitz, oder heutzutage yogasitz, befindet.
alejandro aravena hat ihn kreiert, den "
chairless".
die inspiration stammt von den ayoreo, einem indigenen stamm, welcher im grenzgebiet zwischen paraguay und bolivien lebt - noch. teil des erlöses soll dem „
verein zur unterstützung indianischer landforderungen im chaco paraguay" zugute kommen.
vergiss niemals die quelle deiner inspiration.
www.vitra.com
www.indigene-paraguay.ch
text: laura ari